Spannung aus der Cremetube: wie Emulgatoren deine Haut austrocknen


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Warum Emulgatoren deine Haut austrocknen Five Skincare

Eincremen:
Feuerwehr oder Brandbeschleuniger bei trockener Haut?

Trockene Haut spannt, juckt und zeigt feine Linien, Rötungen oder raue Stellen. Stehst auch Du regelmäßig vorm Spiegel und fragst Dich, warum nur? Da gibt es mehrere Gründe. Eine Tendenz zu trockener Haut kann angeboren sein. Oft ist das Problem allerdings hausgemacht und zwar durch etwas, das Du eigentlich gut meinst. Denn wenn die Haut im Gesicht spannt, ist der erste Impuls Eincremen. Die meisten Cremes enthalten aber Stoffe, die Deine Haut nach und nach austrocknen. Erfahre warum.

Warum die Haut spannt nach der Reinigung

Für viele sind die erste Wahl Cremes mit beruhigenden Fetten, damit das unangenehme Gefühl verschwindet. Zugleich enthalten sie meist schön viel Feuchtigkeit, denn die fehlt ja gerade. Im Prinzip ist die Kombination aus Fetten und Wasser auch richtig. Das Problem liegt darin, dass beide Stoffe eine Art Kuppler benötigen, um sich miteinander zu verbinden, die sogenannten Emulgatoren. Die machen aus Öl und Wasser eine Emulsion, die sich gut anfühlt und schnell einzieht. Ein Dreamteam könntest Du meinen. Doch die Emulgatoren haben einen Haken: Auch auf der Haut angekommen können sie die Kuppelei nicht sein lassen.

Während die pflegenden Stoffe der Creme längst eingezogen sind, lagern sich die Emulgatoren in der Haut ein und verbinden fleißig weiter Fette und Wasser. Diesmal allerdings wichtige hauteigene Fette mit Wasser, das Deine Haut zum Beispiel beim Händewaschen berührt. So wird die hauteigene Schutzbarriere nach und nach weggespült, der sogenannte Auswascheffekt. Das Ergebnis: Deine Haut wird mit jedem Mal Cremen und Waschen trockener.

Haut im Gleichgewicht versorgt sich selbst

Was tun? Um Dein Problem langfristig zu lösen, hilft es Dir zu verstehen, wie gesunde Haut normalerweise ihren Feuchtigkeitshaushalt ausgleicht. In einer perfekten Welt, bräuchte sie dabei nämlich gar keine Hilfe von außen. Deine Talgdrüsen produzieren Fette, die Deine Haut schützen. Schweiß liefert Feuchtigkeit. Und beides wird über hauteigene Emulgatoren wie Fettsäuren miteinander verbunden. Ist die Haut im Gleichgewicht, produziert sie alles in der richtigen Menge.

Verzichte bei der Hautpflege auf Emulgatoren

Leider machen die vielen Schadstoffe, Umwelteinflüsse und Verunreinigungen von außen es Deiner Haut schwer. Reinigung ist natürlich nötig, aber auch die greift in die natürlichen Prozesse ein. So gut wie alle Duschgels, Seifen oder auch Spülmittel enthalten bereits Emulgatoren in Form von Tensiden. Du kommst also nicht ganz darum herum, aber Du kannst die Menge auf ein Minimum reduzieren.

Verwende dazu für die Pflege emulgatorfreie Produkte. Nutze, die natürlichen Fähigkeiten deiner Haut, indem Du sie einfach mit Wasser befeuchtest und mit Shea Butter und pflegenden Ölen beruhigst. Deine Haut stellt aus diesen Zugaben eine eigene Emulsion her, die länger pflegt und keinen Jojo-Effekt mit sich bringt. Bring Deine Haut wieder ins Gleichgewicht, sie wird es Dir danken.

Warum Du Öl immer zusammen mit Wasser auftragen sollst? Das erkläre ich Dir ausführlich in diesem Tutorial.

 

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