Hautpflege ab 30: brauche ich Anti-Aging-Produkte?


Anna Pfeiffer |

Alt aussehen, wer will das schon … Und schon gar nicht in den Dreissigern. 30 ist schliesslich das neue 20. Doch was bringen Anti-Aging-Produkte wirklich? Warum das Verkaufsargument schlechthin mehr Schein als Sein ist und wie du deine Haut lange schön pflegst, erfährst du hier. So viel sei vorab verraten: Das wichtigste «Anti-Aging»-Produkt überhaupt kommt ohne dieses Label aus.

Hautpflege ab 30: brauche ich Anti-Aging-Produkte? – Five Skincare

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Nun sei doch nicht so anti …

Anti-Aging ist eines der beliebtesten Labels in der Kosmetik. Unzählige Produkte tragen diese magische geht-weg-wie-warme-Semmeln-Formel auf ihrer Verpackung. Der Begriff ist allerdings nicht geschützt, weder was die Wirkweise noch die Wirksamkeit angeht. Manche Mittel versprechen spezielle Pflege für reife Haut, während andere Falten gar wegzaubern sollen. Wortwörtlich bedeutet Anti-Aging ja «gegen das Altern». Aber hält Kosmetik diesen Prozess wirklich auf oder kehrt ihn gar um?

Wenn in deinem Badschrank schon ein paar solcher Tiegel stehen, kennst du sie eigentlich bereits, die nackte Wahrheit. Altern passiert einfach. Produkte wie Anti-Falten-Creme oder Hyaluron-Ampullen polstern etwas auf, doch ein Allheilmittel gibt es nicht. Auch Stiftung Warentest bemängelt regelmässig, dass Anti-Aging-Mittel nur kurzzeitig oder kaum wirken. Ist das sprichwörtliche Kind in den unausweichlichen Brunnen gefallen, creme und tupfe so viel du magst – es wird kein Jungbrunnen draus.

Weil der Begriff also tatsächlich Unmögliches verspricht, meiden wir ihn für FIVE-Produkte. Das ist gewollt und bleibt auch so. Und dafür haben wir gute Gründe. Welche das sind und wie du deine Haut mit FIVE stattdessen lange straff und strahlend pflegst, erfährst du nun. Und wer sagt überhaupt, dass älter werden per se etwas Schlimmes ist?

Was Hautalterung eigentlich ist

Ein anderes Wort für Hautalterung? Nun, wie wäre es mit «Leben»? Denn der Prozess beginnt gleich nach der Geburt. Sprich, spätestens wenn du das hier lesen kannst, ist deine Haut schon gealtert. Also relativ … Alter ist ja immer relativ.

Hautalterung beginnt nämlich direkt nach der Geburt. Nur dass wir sie in jungen Jahren einfach Entwicklung nennen. Und was tut sich da nicht alles! Die Haut wächst, passt sich deiner Silhouette an. In der Pubertät wird sie manchmal zu einem richtigen Ärgernis. Dann um die Zwanzig kehrt hauttechnisch oft so eine Ruhe ein. Akne ade und noch keine Falten. Doch gerade, wenn wir so ganz zufrieden mit uns sind, passiert etwas Komisches: Wir fangen an, über das Altern nachzudenken.

Was wir bislang einfach so hingenommen haben, ist plötzlich ein Schreckgespenst. Doch ganz ehrlich, Sorgenfalten helfen nicht. Du siehst erste feine Linien? Nenn sie doch einfach Lachfalten. Wenn die mehr werden, zeigt das einfach, dass du gut drauf bist. Wogegen du aber sehr wohl etwas ausrichten kannst, ist vorzeitige Hautalterung. Hier gilt es, das Übel bei der Wurzel zu packen.

Darum altert Haut

Mehrere Vorgänge kommen zusammen, um die Zeichen der Hautalterung hervorzurufen, die dich stören. Erstens erneuern sich Zellen immer langsamer. Ausserdem trocknet deine Haut schneller aus. Besonders feuchtigkeitsarme Hautpartien ziehen sich zu sogenannten Trockenheitsfältchen zusammen.

Kollagen und Elastin werden zunehmend abgebaut. Dadurch verliert das Gewebe an Spannkraft und die Poren vergrössern sich. Wenn die Durchblutung nachlässt, erreichen nicht mehr so viele Nährstoffe die Haut. Dadurch fehlen Material für die Regeneration und Antioxidantien, die freie Radikale beseitigen. Hinzu kommen die Folgen der UV-Strahlung. Die verringert nicht nur die Regenerationskraft, sondern ruft zunehmend Pigmentflecken auf den Plan. So erscheint der Teint weniger strahlend und rosig.
 

Hautpflege ab 30: Entschleunigen – Five Skincare

Entschleunige die Hautalterung

Das Leben wird immer schneller. Deshalb geniessen wir Slow Food, nehmen uns mal eine Auszeit und machen Digital Detox gegen die Reizüberflutung. Gut so. Auch deiner Haut tut es in vielerlei Hinsicht gut, kürzer zu treten. Denn innere und äussere Faktoren beeinflussen, wie schnell sie sich verändert. Auch deine Gene gehören dazu. An denen lässt sich nichts drehen, an anderen Bereichen allerdings schon. Hier unsere Top 6 Tipps:

1. Hüte dich vor zu viel Sonne

Das wahre Anti-Aging-Produkt in deinem Spiegelschrank ist Sonnencreme.

UV-Strahlung hat nachweislich die schädlichsten Folgen auf deine Haut. Sie macht rund 80% der sichtbaren Alterung aus! [1] Die UV B-Strahlung lässt in den oberen Hautschichten freie Radikale entstehen. Diese Sauerstoffmoleküle zerstören gesunde Zellen. Deshalb wird das Problem auch als oxidativer Stress bezeichnet. Auch eine Häufung dunkler Pigmente, die deinen Teint eintrüben, und später grössere Altersflecken entstehen durch zu viel Sonne. UV A-Strahlen dringen tief in die Haut vor und lassen das Stützgewebe erschlaffen. Meide deshalb ausgiebige Sonnenbäder und die pralle Mittagssonne. Auch Besuche im Solarium verschlimmern die Lichtalterung.

2. Halte deine Haut feucht

Mit Feuchtigkeit versorgen heisst vorsorgen. Denn stimmt der Feuchtigkeitsgehalt deiner Haut vermeidest du Irritationen und Trockenheitsfältchen. Hier gilt wiederum: Gesunde Haut ist schöne Haut. Ein Motto, das dir in unseren Tipps häufiger begegnet. Mit der richtigen Pflege stabilisierst du die Hautbarriere und gleichst den Natural Moisturizing Factor aus. Der bezeichnet eine Gruppe von Säuren und Mineralien, die Wasser unter der Hautoberfläche binden. Du hältst die Balance hier aufrecht, indem du deiner Haut Wasser und Lipide zuführst.

Setzt du hierbei auf hochwertige Pflanzenöle, führst du ihr auf direktem Weg Nährstoffe zu. Denn viele antioxidative Vitamine sind fettlöslich und in natürlichen Ölen enthalten. In der Shea Butter aus unserer Shea Cream beispielsweise steckt reichlich Vitamin E, Natrium, Kalium und mehr. In die feuchte Haut einmassieren und schon hast du die Wasser- und Lipid-Depots deiner Haut aufgefüllt.
 

Hautpflege ab 30: Antioxidantien – Five Skincare

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23. Ernähre dich gesund

Nahrung liefert Baustoff für neue Zellen und Schutz. Viele Sorten Obst und Gemüse enthalten Antioxidantien, die als natürliche Radikalfänger dienen. Sie bekämpfen freie Radikale, die dein Körper bei Stress, UV-Strahlung oder als Reaktion auf verschmutzte Luft bildet. Antioxidantien wirken dem entgegen, indem sie sich quasi für deine Zellen opfern. Und Naschkatzen aufgepasst: Auch viel Zucker lässt die Haut erschlaffen.

4. Treibe Sport

Sport hat gleich zwei Vorteile für deine Haut. Zum einen entspannt er. Besonders sanfte Workouts wie Pilates oder Yoga helfen dir nach einem anstrengenden Tag herunterzukommen. Ausserdem regt Bewegung die Durchblutung an. Deine Atmung vertieft sich, dein Herz schlägt schneller, bis in die zarten Gefässe unter deiner Haut strömen Sauerstoff und Nährstoffe. Gut für die Zellregeneration und eine rosige Gesichtsfarbe.

5. Finger weg vom Glimmstängel

Raucher bilden durch die Giftstoffe in Zigaretten besonders viele freie Radikale. Deshalb benötigen sie viel mehr Nährstoffe, zum Beispiel höhere Dosen Vitamin C. Weil sie mit der Versorgung schlicht nicht hinterherkommen, ist der oxidative Stress deutlich höher als bei Nichtrauchern. Zugleich leidet die Durchblutung. Nikotin beschleunigt auch den Abbau von Kollagen. Die Folgen sind so vielfältig wie unschön. Sie reichen von schlaffer Haut über Tränensäcke, Nasolabialfalten, Lippenfalten und fahlem Teint bis hin zu grossen Poren. Und sie lassen nicht lang auf sich warten, wie eine US-Studie an Zwillingen [2] zeigt. Bei den Probanden rauchte jeweils ein Zwilling und der andere nicht oder wenigstens 5 Jahre weniger. Bei Nichtrauchern war die Diskrepanz besonders gross, doch bereits 5 Jahre machen einen deutlichen Unterschied.

6. Alkohol in Massen

Bei Wein, Bier und Co. solltest du es einfach nicht übertreiben. Doch wenn du mal einen über den Durst trinkst, passieren zwei Dinge, die deiner Haut nicht guttun. Erstens entzieht Alkohol deinem Körper Wasser. Daher auch der sogenannte Brand, der dich anschliessend den Wasserhahn halb leer trinken lässt. Doch Feuchtigkeit ist dein wichtigster Schutz gegen Falten. Zweitens bringt auch der Alkohol wieder mal freie Radikale mit sich. Mehr Alkohol, mehr oxidativer Stress. Deshalb höre auf deinen Körper und sag rechtzeitig Stopp!

Was kann Kosmetik denn nun leisten?

Jetzt hast du viel darüber gelesen, was Kosmetik nicht schafft. Was kann sie denn nun? In den Tipps ist es schon angeklungen: Haut braucht Schutz und Pflege. Ein Produkt gehört deshalb unbedingt in deinen Schrank, und zwar nicht erst ab 30: Sonnencreme. Damit beugst du vorzeitiger Alterung oder gar gesundheitlichen Schäden am effektivsten vor. Gesunde Haut ist sowieso das A und O. Denn ist die Hautbarriere intakt, stimmt normalerweise auch der Feuchtigkeitsgehalt. Genau darauf zielen die Produkte von FIVE ab. Wir sind überzeugt, weniger ist mehr. Heisst in unseren Rezepturen: wenige Ingredienzen, die dafür von Natur aus viele wertvolle Wirkstoffe liefern.

Klar gibt es darüber hinaus füllende Substanzen, die Falten vorübergehend unterpolstern. Einige bringen grosse Risiken mit sich. So oder so ist die Wirkung aber nur von kurzer Dauer. Und langfristig büsst das Erscheinungsbild an Natürlichkeit ein. Wir alle kennen Bilder von starren Botox-Gesichtern ohne Mimik. Wenn dich das auch eher abschreckt, bleibt nur eines: älter werden mit Stil.

Denn gesunde und gepflegte Haut sieht sogar bis ins hohe Alter gut aus. Und vor allem zeigt sie den schönen Menschen darunter. Sie bewahrt sich ihre frische Farbe, feine Poren, gut ein paar Falten hier und da ... aber dafür lässt sie zu, dass du breit lächelst, kritisch die Brauen lüftest und dein Blick Feuer sprüht.
 

Fazit: Tue lieber etwas für deine Hautgesundheit als gegen das Altern.
 


Quellen


Sensible Haut kommt nicht von ungefähr.

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